Flämisch-Niederländische Zusammenarbeit im Scheldegebiet

Das Schelde-Ästuarium ist von alters her von entscheidender Bedeutung in den Beziehungen zwischen den Niederlanden und Flandern/Belgien. Eine stärke Sicherung gegen Überschwemmungen im Scheldegebiet, dass schon seit dem Mittelalter regelmäßig von schweren Sturmfluten betroffen wird, ist ja im Interesse der beiden Staaten. Die Zugänglichkeit, nicht nur vom Meer sondern auch über die Binnenschiffahrt, der großen Scheldehäfen Antwerpen, Gent, Terneuzen und Vlissingen ist wesentlich für die Blüte der Staaten und Regionen und ist eine Sache von internationaler Bedeutung. Dabei ist das Schelde-Ästuarium eines der wenigen noch übrig bleibenden natürlichen Ästuarien in Nordwesteuropa. Auch Landwirtschaft, Fischerei und Erholung sind nicht zu unterschätzende Funktionen im Schelde-Ästuarium.

Eine dauerhafte und ausgewogene Politik, die auf eine höchstmögliche Sicherung gegen Überschwemmungen, optimale Zugänglichkeit der Scheldehäfen und ein gesundes und dynamisches Ästuarien-Ökosystem orientiert ist, ist ja im Interesse von Flandern und den Niederlanden. Zusammenarbeit unter der Form einer gemeinschaftlichen Politik und Verwaltung ist deshalb ratsam. Diese Zusammenarbeit wurde formell festgelegt im Vertrag vom 21. Dezember 2005 in Bezug auf die Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Politik und Verwaltung im Schelde-Ästuarium. Die Flämisch-Niederländische Scheldekommission (VNSC) ist das Instrument, dass dazu beitragen wird, diese gemeinsame Ziele zu verwirklichen.